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ecuador
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"die
zukunft lebt auf der strasse ein bericht über die strassenkinder von ecuador
ecuador
hat beinahe 12 millionen einwohner, von denen rund 6 millionen in armut leben. knapp 60% davon sind
kinder und jugendliche unter 18 jahren. auf
die rund 19'000 privaten und öffentlichen schulen verteilen sich knapp 3,5 millionen
schüler, wovon rund 30% der grundschulkinder nicht mal das 3. oder 4. schuljahr
abschliessen. man spricht von 12% analphabeten und 40% halbanalphabeten. in
den städten ecuadors leben über 19'500 kinder auf der strasse. alleine in quito arbeiten über 5'000
strassenkinder; tendenz zunehmend. gemäss
einschätzungen der weltbank leben rund 1,5 millionen (vorwiegend indios) in
extremer armut. weitere 2,5 millionen sind sogar so arm, dass sie unter dem existenzminimum leben.
ausserdem sind 1,5 millionen handicapiert, unterernährt
oder krank. ein
soziales system wie wir es in der schweiz kennen, gibt es nicht. durch die arbeitslosigkeit der
erwachsenen entfällt auch die grundlage für ein familiäres sozialnetz. entweder verlassen die
kinder ihre familien freiwillig oder sie werden in die städte geschickt, weil
die familie keine versorgung gewährleisten kann. auf
dem weg zur strasse wurden sie bereits jeglicher kindgerechten entwicklung
beraubt und dort angekommen, bleiben meist nur noch die bilder zu sehen, von
denen wir uns am liebsten abwenden. ohne
bildung, ohne unterstützung und ohne chancen werden sie ihrem schicksal überlassen. bestehende
hilfsprojekte nehmen zwar einige der straßenkinder auf, meistens besteht jedoch
eine finanzielle abhängigkeit vom ausland. fällt die geldquelle aus, so können
diese meistens nicht mehr eigenständig weitergeführt werden. aus diesem grund habe ich mich persönlich nach ecuador begeben und mir einen überblick über die aktuelle situation, die bedürfnisse und die vorhandenen projekte verschafft. bei
unserem sozialen engagement in ecuador verzichten
wir absichtlich darauf, mit grossen spendenorganisationen und mission zusammen
zu arbeiten, da unsere hilfe den direkt betroffenen kindern und nicht den organisationsstrukturen zugute kommen soll!
wir wollen auch niemanden in seinem glauben bekehren, wir machen lediglich das, was wir als unseren persönlichen
beitrag zur menschlichen nächstenliebe verstehen! mit
der lokalen unterstützung der foundation sintaxis konnten wir in einem ersten schritt drei unabhängige
projekte rund um quito unterstützen. ein ganz grosses dankeschön möchte ich bei dieser
gelegenheit an enrique guzmàn und seine helfer aussprechen, welche sämtliche vorabklärungen völlig kostenlos und mit
einem enormen engagement erledigt haben. über
die foundation sintaxis haben wir an der „escuela aurelio aillón tamayo“ in
caspigasi drei neue schulzimmer, eine wasserleitung zur küche und den ausbau
der mensa finanziert. die schulgemeinde ist sehr arm und hat 85 kinder auf 2 spärlich
eingerichteten schulzimmern und 3 lehrer verteilt. sämtliche arbeiten für den
bau der neuen schulzimmer und anlagen werden unentgeltlich von den eltern und
den einwohnern der betroffenen gemeinde erledigt.
kinder
hefen kinder: dieses projekt konnte unter anderem auch durch den erlös von handarbeiten der
primarschule ennetbürgen finanziert werden, welche von kinder
und lehrern an einem weihnachtsmarkt verkauft wurden. das
selbe gilt für die „escuela pululahua“, der wir ein neues dach finanziert
haben. an dieser schule in einem kleinen seitental ausserhalb quitos befanden
sich rund 80 schüler in einem klassenzimmer mit einem einsturzgefährdeten dach.
dieses
projekt wurde durch spendengelder der firma dicom ag in rotkreuz und ihren mitarbeitern finanziert. des
weiteren konnten wir dem „pueblito la tenura“ (la tenura = zärtlichkeit)
zwei computer für ihr informatikzimmer finanzieren, damit auch diese kinder
zukunftsorientiert in informatik unterrichtet werden und so den umgang mit neuen
informationstechnologien erlernen können. dieses kinderheim wurde von einem
kinderlosen schweizer ingenieur errichtet und wird heute durch schwestern des franziskanerordens betreut.
das heim betreut derzeit 42 kinder im alter zwischen
2 und 12 jahren, welche alle entweder mittellos bzw. elternlos sind oder
missbraucht wurden.
dieses
kinderheim hätte eigentlich kapazität für 80 kinder, doch das fehlende geld
nach dem bau hat dazu geführt, dass diese lock erst mit halbdampf fährt. ich
werde jedoch alles daran setzen, dass wir das geld für die restlichen 38 plätze
noch zusammen bringen und dieser zug im rollen bleibt!!!
„kinder sind unsere zukunft; gebt unserer zukunft eine chance“ falls
auch sie sich in irgend einer form engagieren oder uns in diesem 100%
freiwilligen und unentgeltlichen engagement unterstützen möchten, stehe ich ihnen jederzeit gerne zur
verfügung. infoto gmbh markus
g. weiler | ||
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